Warten

ZUM PODCAST

Wenn Frauen warten, dann warten sie. Wenn Männer warten, dann erfinden sie ein neues Medikament, retten die Welt oder haben zumindest Spaß mit sich und ihrer Umwelt.

Bevor ich mich nun in die Analyse beispielhafter Situationen begebe, sei vorweg angemerkt, dass Ausnahmen natürlich immer die Regel bestätigen. Ich möchte hier keine Lanze für oder gegen das männliche oder weibliche Geschlecht brechen und es ist auch nicht davon auszugehen, dass alle männlichen und weiblichen Wesen den nun folgenden Mustern entsprechen. Ganz im Gegenteil. Ich bin ein Verfechter der Aussage: Man darf nicht alle über einen Kamm scheren. Dennoch sind mir im Laufe meines Lebens und damit gründlicher Beobachtungszeit hier und da ein paar Verhaltensweisen geradezu ins Auge gesprungen, die sich so oder so ähnlich beständig wiederholen.

Nach einem geglückten Date zum Beispiel. Frauen verfallen in eine Art Schockstarre. Sie verharren vor ihrem Handy, hypnotisieren es geradezu, um ja nicht den Moment zu verpassen, wenn er anruft, sich meldet und ihnen mitteilt, dass auch er das Date sehr verheißungsvoll fand. Männer hingegen stürzen sich mit frisch aufgetanktem Selbstbewusstsein in ihren Alltag, mobilisieren ungeahnte Kräfte und bewegen im besten Fall etwas wahnsinnig Wichtiges für sich selbst oder auch Andere. Ein Gedanke an die Frau? Ich weiß es nicht, verschwenden sie einen? Einen ganz Kleinen? Oder doch Keinen? Oder sogar mehrere, aber mit dem Selbstbewusstsein und Optimismus, den es braucht ohne den Versuch zu starten, das geliebte, aber unbeeinflussbare Kommunikationsmittel doch zu beeinflussen? Nun könnte man sagen statt zu warten könnte Frau sich ja auch einfach selbst melden. Richtig, aber da steht Frau dann häufig ihr aufgebautes Gedankenkarussell im Wege. Und sie will erobert werden, auch wenn sie das im Grunde ihres Herzens vielleicht schon ist. Zudem möchte sie natürlich gar nicht, dass Mann von ihrer wachsenden Ungeduld und ihren Warte-Eskapaden erfährt. Nicht auszudenken wenn doch ;) Also kämpft sie den Kampf der Gerechten und wartet, dass er sich zuerst meldet.

Ein anderer Beispielfall. Ein langweiliger Sonntagnachmittag. Der Freundeskreis hat keine Zeit und man ist auf sich allein gestellt. Während Frauen eher dazu neigen mit inbrünstiger Hoffnung darauf zu warten, dass sich doch noch irgendwie, irgendwo, irgendwann eine Gelegenheit auftut, um den Nachmittag in Gesellschaft verbringen zu können, schaffen es Männer den Moment anzunehmen, im besten Fall sogar zu genießen und einfach nur zu sein. Oder sie machen auch hier die neuste technische Entdeckung, werden zum Helden der Stunde oder Ähnliches. Das soll natürlich nicht heißen, dass Frauen in der Zwischenzeit zur Salzsäule erstarren oder sich zu Tode langweilen, weil sie nicht wissen was sie allein mit sich anfangen sollen. Das ist nur eine der möglichen Reaktionen. Zudem ist das Warten natürlich immer mit einem wahnsinnigen Denkkonstrukt verbunden. Insofern tut Frau also genaugnommen doch ziemlich viel und ausgiebig. Im anderen Fall aber werden Frauen wahnsinnig geschäftig um sich abzulenken. Was dem beiläufigen Denken natürlich keinen Abbruch tut. Und wenn der Abend hereinbricht und das Telefon klingelt, sind sie müde und erschöpft. Der Mann hingegen, erholt vom sonntäglichen Chillen oder angestachelt vom heldenhaften Tun, springt in die Schuhe und macht sich ohne weiteres Murren und Überlegen in die Spur. Frau hingehen ist eher dazu geneigt auch diese Situation zunächst zu analysieren und abermals wichtiges Zeitkontingent zu verschwenden.

Was bedeutet das also im Gro? Die gefühlsbetonte Frau verschwendet ihre Zeit mit sinnlosem Warten und oftmals ebenso nutzlosen, da endlosschleifenartigen Gedanken und steht sich damit häufig selbst im Weg. Der affektorientierte Mann hingegen handelt spontan und zumindest für seine Bedürfnisse oftmals effektiv. Was lehrt uns das? Frau bekommt Falten und graue Haare vom vielen Denken und Warten. Mann entwickelt Agilität und jugendlichen Sturm und Drang. Und wer hat dann das Nachsehen? Die Frau. Denn wer rastet der rostet.  Und wer rastet und rostet hier eher? Abermals die Frau. Und das sowohl aus, als auch ein. Was für eine ungerechte Verteilung. Liebe Männer, ihr seid im Vorteil ;) Also bitte erlöst uns !positiv! vom Warten oder lehrt uns das effektive Warten :)

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