Das Mädchen in ihr

rosen_bauernhausFoto: © Christina Hanck, 2011

Sie wartete. Auf ein Zeichen. Doch es kam keines. Ungeduld machte sich breit. Und als es an der Tür klingelte, war es sofort wieder da, das kleine Mädchen in ihrem Kopf. Das unerschütterlich behauptete: „Das ist er.“ Das Mädchen hatte sich schon beim letzten und vorletzten Mal geirrt. Und es irrte auch dieses Mal. Er war es nicht, der dort vor der Tür stand. Stattdessen erspähte sie einen riesigen Strauß Blumen. Und das kleine Mädchen in ihr flippte aus. Machte es sich auf ihrer Schulter bequem und grinste vor sich hin. Wischte ihr all die Zweifel und Fragezeichen aus dem Gesicht und warf den gesunden Menschenverstand über Board. Stattdessen ließ sie ihn ein. Den kindlichen Wahnsinn. Den Widersacher ihres Seelenheils. Schaute verstohlen auf die zarten Blüten. Die so viel Zukunft versprachen. Und wartete.

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